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ONCE BOMBAY (2006/07)

Mumbai, ehemals Bombay, ist eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Zugleich ist sie die kulturelle Hauptstadt und Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs Indiens. Die politische Führung sieht die Zukunft der Stadt positiv und vergleicht sie gerne mit anderen boomenden Städten mit kolonialer Geschichte wie beispielsweise Hongkong. Kritische Stimmen weisen jedoch auf schier unlösbare Probleme hin. So beherbergt Bombay das größte Slum Asiens. Ideen, die Stadt auszubauen scheiterten bereits an der miserablen Planung.
Diese Konzepte der Infrastruktur stehen dem Lebensraum gegenüber, den sich die Menschen selbst schaffen müssen.

In der Serie »Once Bombay« wird weder die Entwicklung der Stadt dokumentiert noch werden individuelle Einzelschicksale aufgezeigt, sondern Bilder geschaffen die in ihrer Zeichenhaftigkeit widersprüchlich sind.
Die Bilder handeln weniger vom Wandel als von einer Verwandlung. Das Leuchten, das man von der Skyline einer modernen Stadt erwartet, taucht hier bereits in einer kleinen Hütte auf.
Die Menschen auf der Strasse scheinen nicht zu registrieren, was sich hinter ihrem Rücken erhebt. Ein Mann der zur Arbeit geht wirkt seltsam entrückt, sein Aufzug kommt einer Verkleidung gleich. Die Bewohner, die einem in Bombay meist als Teil der Masse begegnen, stehen in den Fotografien alleine da. Respektvolle Distanz wird gewahrt, wodurch die Person immer im Ensemble ihrer Umgebung als Teil einer fremdartigen Konstruktion erscheint. Damit wird die Frage aufgeworfen, inwieweit hier Identität geschaffen, gewahrt oder zerstört wird.
 
   
 
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