fotografische Arbeiten von Studierenden der Hochschule der Künste Bremen Startseite
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zu den Serien:

Inseln
Die Bilder zeigen typische Häuser in der Peripherie des Münsterlandes. Die Wohnhäuser und Grundstücke bilden eine Art kleine Insel. Einen privaten Bereich, der oft durch Mauern, Hecken, Zäune und dergleichen von der Umgebung abgegrenzt ist. Solch eine Abgrenzung des Grundstückes ist sicherlich eine besondere Eigenschaft der Deutschen. Interessant ist, dass in den Bildern diese „Inselbildung“ seltsam, wenn nicht kurios wirkt. Denn es gibt im Grunde nichts (außer Feldern), vor allem keinen Nachbarn, vor dem man sich abgrenzen oder schützen müsste. Jedes dieser Häuser liegt weit entfernt von seinem nächsten Nachbarhaus.

short message
Durch die Dunkelheit der Bilder werden die Gesichter der Portraitierten isoliert und aus jedem Zusammenhang herausgerissen. Jede Einzelheit und jede Emotion ist in den Gesichtern zu erkennen. Die Konzentration der Blicke auf etwas, das sich außerhalb des Bildes befindet, wirkt sehr irritierend, auch wenn diese Blicke das Zentrum des Interesses ausmachen. Die Abgebildeten befinden sich in einer ambivalenten, melancholischen, einsamen Situation, die das Gefühl hervorruft, dass sie sich in einem Zwischenmoment befinden.

Monikas Kleider
Meine Mutter hebt sehr viel auf. Vieles davon ist für sie mit ganz besonderen Ereignissen verbunden. Die Kleider auf den Bildern hat sie getragen und teilweise auch selbst genäht. Für mich und meine Geschwister war es früher immer besonders schön, die Geschichten zu den Kleidern zu hören und eine Modenschau damit zu veranstalten. So sind sie auch mit eng mit meinen Erinnerungen verbunden. Für die Serie habe ich mich nun in den Kleidern im Elternhaus meiner Mutter fotografiert. Es war mir wichtig, mich selbst darzustellen und gleichzeitig etwas spüren zu lassen von meiner Mutter und der Atmosphäre des Hauses. Man merkt die Anwesenheit von drei Generationen, wenn man sich die Bilder genau ansieht. Mein Aussehen erzählt von heute, die Kleider meiner Mutter von den späten 1970ern und frühen 1980ern und die Einrichtung der Zimmer ist noch älter, auch wenn inzwischen moderne Dinge Einzug erhalten haben. Die Bilder erzählen nicht direkt von den Erzählungen meiner Mutter, sondern vielmehr von einem Verhältnis verschiedener Generationen zueinander und meinen Gedanken dazu.

 
   
 
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